bootfähiges raid1

Update 20070203: Erfolgreich getestet! Kleinere Korrekturen vorgenommen.

Seit FreeBSD mit dem Modul gmirror ausgestattet ist, kann auf den Kauf einer speziellen Raid-Karte verzichtet werden. Dies Modul befähigt FreeBSD von dem eigenen Software Raid1-Modul zu booten! Die Einrichtung ist sehr einfach und in wenigen Schritten erledigt.

Ich gehe mal von dem Fall aus, das derzeit nur eine Platte seinen Dienst in dem Rechner verrichtet und nun eine Umstellung auf Raid1 erfolgen soll.
Vorraussetzung sind 2 gleichgroße (am besten identische) Festplatten, die idealerweise an IDE Port 1 (ad0) und IDE Port 2 (ad2) einzeln jeweils als Master (also nicht als Slave) des Mainboards angeschlossen sind. Die 2. Platte ist eingebaut und möglichst unpartitioniert.
Mit (#> dd if=/dev/zero of=/dev/ad2 bs=512 count=79) wird die 2. Platte garantiert leer!
Sollten die Platten NICHT gleich groß sein, so ist darauf zu achten das die kleinere auf die größere spiegelt!

Als erstes wird das Kernelmodul geladen und für den Start aktiviert.
#> su
#> gmirror load
#> edit /boot/loader.conf
geom_mirror_load="YES"

Nun startet Ihr den PC im “Single-User-Modus neu”!
Nach Auswahl der Shell (Einfach mit Enter bestätigen), nun die erste vorhandene Festplatte dem gmirror bekanntgeben:
#> sysctl kern.geom.debugflags=16
#> gmirror label -v -b round-robin gm0 /dev/ad0

Von nun an ist es wichtig genau so weiter zu verfahren. Am besten die Anleitung ausdrucken oder auf einem anderen PC geöffnet lassen!

Nach dem vorherigen Schritt ändert sich die Zuordnung in der /etc/fstab, die ebenfalls angepasst werden muss! Last euch die fstab mit #> cat /etc/fstab vorher kurz anzeigen! Da steht dann z.B. sowas:

# Device Mountpoint FStype Options Dump Pass#
/dev/ad0s1b none swap sw 0 0
/dev/ad0s1a / ufs rw 1 1
...
...
... etc

Mountet nun / und /usr mit
#> mount -o rw /dev/mirror/gm0s1a /
#> mount /dev/mirror/gm0s1f /usr

!!Ufpasse! guckt in der fstab oben nach, welcher ad0s1-Eintrag bei euch der /usr war)

#> ee /etc/fstab
Und ändert nun in der /etc/fstab die nötigen Einträge. Alles was vorher ad0 gehießen hat, muss nun auf mirror/gm0 abgeändert werden. aus /dev/ad0s1a wird also /dev/mirror/gm0s1a

Jetzt ist es an der Zeit den Spiegel komplett zu machen, sprich ,die 2. Platte muss ran:
#> gmirror insert gm0 /dev/ad2
Das System wird nun AUTOMATISCH anfangen, die erste erste mit der zweiten Platte zu synchronisieren. Dieser Vorgang ist in jedem Falle abzuwarten, kann je nach Größe schonmal ein paar Stunden dauern! Den Fortschritt könnt Ihr mit #> gmirror status überprüfen. Es gibt aber auf jeden Fall eine weiße Kernelmeldung wenn er fertig ist.

Danach Neustart (#> reboot)und fertig ist die Laube.
Die Tage kommt noch ein Artikel wie eine defekte Platte ausgetauscht wird.

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