So, nun wäre die Halbzeit erreicht.
Ein paar letzte Modifikationen noch und die ersten Dienste können zum Test gestartet werden.
Überfliegt bitte nochmal die Teile 1-4, da im nachhinein ein paar Kleinigkeiten geändert wurden.
Nun ändert in der /etc/rc.conf die Werte folgender Dienste auf YES:
cyrus_imapd_enable, saslauthd_enable
Und startet die Dienste:
#> /usr/local/etc/rc.d/imapd start
#> /usr/local/etc/rc.d/saslauthd start
Im CyrusIMAP existiert noch nix, es ist völlig leer!
Würde also jetzt Sendmail versuchen darin etwas abzuspeichern, würde dies nicht funktionieren.
Daher legt bitte für die einzelnen Benutzer ein Postfach an:
#> cyradm --user cyrus localhost
IMAP Password eingeben.
Erst die Benutzerpostfächer:
localhost> cm user.BENUTZER1
localhost> cm user.BENUTZER2
localhost> cm user.BENUTZER3
etc…
Dann die Postfächer für gemeinsame Nutzer (shared folders)
localhost> cm root
localhost> cm postmaster
localhost> cm webmaster
localhost> cm quarantine
Gemeinsame Ordner benötigen noch die Berechtigung das jeder (anyone) dort einen Nachricht einstellen (posten) darf:
localhost> sam root anyone p
localhost> sam postmaster anyone p
localhost> sam webmaster anyone p
localhost> sam quarantine anyone p
Und natürlich soll ein Benutzer (oder mehrere) Zugriff auf diese haben.
localhost> sam root BENUTZER1 lrswipcda
localhost> sam postmaster BENUTZER1 lrswipcda
localhost> sam webmaster BENUTZER1 lrswipcda
localhost> sam quarantine BENUTZER1 lrswipcda
Ich denke, ihr habt nun verstanden wie das funktioniert.
Mit help könnt ihr noch weitere Befehle sehen. z.b. lm um alle Mailboxen aufzulisten.
Aber wenn Webmin an der Reihe ist, benötigt ihr das Toll cyradm nicht mehr. Dann gibts klickiklicki ![]()
Mit exit verlasst Ihr dieses Folterinstrument wieder.
Nun ändert in der /etc/rc.conf die Werte folgender Dienste auf YES:
sendmail_enable
und Ihr könnt das erste mal Sendmail starten:
#> /etc/rc.d/sendmail start
(Die beiden Warnungen könnt Ihr ignorieren)
Editiert nun bitte nochmal die /etc/aliases, ändert folgende Zeilen ab:
# root: me@my.domain -> root: bb+root
postmaster: root -> postmaster: bb+postmaster
# webmaster: root -> webmaster: bb+webmaster
und fügt irgendwo ein:
quarantine: bb+quarantine
Speichern und mit newaliases aktivieren:
#> newaliases
Erklärung:
Die “bb+adresse”-Formatierung weißt Sendmail an, solch adressierten Emails in eben einen dieser gemeinsam genutzten Ordner zu stopfen und nicht nach einem Benutzer zu suchen. Root ist in diesem Beispiel ebenfalls ein gemeinsamer Ordner, daher das bb+root.
Durch die Berechtigungen, kann halt schön definiert werden, wer was zu sehen bekommt, ohne gleich das root-Passwort rauszurücken
Jetzt könnt Ihr testen, ob Sendmail überhaupt Emails annimmt:
#> sendmail -bv root
Ausgabe:
bb+root… deliverable: mailer cyrusv2, user bb+root
#> sendmail -bv BENUTZER1
Ausgabe:
BENUTZER1… deliverable: mailer cyrusv2, user BENUTZER1
Wohingegen ein zu folgendem Ergebnis führt:
#> sendmail -bv blabla
Ausgabe:
blabla… Mailbox is not available.
Ein echter Test zur Krönung:
echo test | mail -s test root
Diese Mail sollte dann im Gemeinsamen Ordner root liegen.
Ihr könnt nun einen IMAP-Client eurer Wahl rauskramen und versuchen eine Verbindung zu dem Emailserver herzustellen. Unter Kmail kann das ganze dann so ausssehen:
Wenn das geklappt hat, auf auf zum nächsten Teil.