7. teil: fetchmail

Nun wirds ernst: Das System bereit mit echten Emails gefüttert zu werden.

Was wird benötigt?
Die Zugangsdaten eures POP3 Accounts bei eurem Provider.

Als erstes Ihr loggt euch wieder als root (oder su’t euch) ein und legt folgende Datei in dem Homeverzeichnis eines Benutzers an:
#> edit /home/BENUTZER/.fetchmailrc

poll pop.1und1.com
proto pop3
user “Benutzername
pass “Passwort
is BENUTZER
fetchall
ssl

Ändert Benutzername, Passwort und is in gültige Werte ab.
BENUTZER ist DER Benutzer, der die Emails mit diesem Eintrag empfangen soll.
Bei Postmaster oder Webmaster Accounts kann es sich bei is auch
um einen “öffentlichen Ordner” handeln. z.B. bb+postmaster.
Es können auch mehrere POP3 Postfächer in der .fetchmailrc stehen. Den obigen Eintrag dazu beliebig oft mit geänderten Daten wiederholen.
Speichert die Datei nun ab und setzt noch die korrekte Berechtigung für diese Datei:
#> chown BENUTZER /home/BENUTZER/.fetchmailrc
#> chmod 710 /home/BENUTZER/.fetchmailrc

Ändert in der /etc/rc.conf den Werte folgendes Dienstes auf YES:

fetchmail_enable

Bei fetchmail_users, tragt Ihr den Name des Benutzers ein, für dene Ihr gerade oben die Fetchmail-Konfiguration erstellt habt. (z.B. fetchmail_users=”ilka marcel”)
Wiederholt dieses Vorgehen bei Bedarf ebenfalls für andere Benutzer.

Nun startet den Fetchmail Dienst:
#> /usr/local/etc/rc.d/fetchmail.sh start
Was passiert nun?
Es wird für jeden der unter fetchmail_users eingetragenen Benutzer ein eigener Fetchmail Dienst gestartet, der alle (unter fetchmail_polling_interval angegebene) Sekunden, die jeweiligen POP3 Postfächer beim Provider abfragt und an Sendmail übergibt. Der wiederum prüft auf Spam oder Viren und stopft die Emails dann anschließend in das Benutzerpostfach im CyrusIMAP.

Ab dem nächsten Teil werden wir versuchen, die Konfiguration der Dienste und Programme mittels verschiedenster Tools wesentlich zu vereinfachen und/um auch normalen Benutzern den Zugriff auf eigene Konfigurationen zu erlauben.

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